[logo]
[logo]
Die
Infoquelle für
Gleitschirmflieger

[logo]

Mittwoch 11 Dezember 2002


Heft 1-2/2003


   
Heftarchiv 
IN DERSELBEN RUBRIK:


Heft 4/2010
Heft 3/2010
Heft 1-2/2010
Heft 11-12/2009
Heft 10/2009
Heft 9/2009
Heft 8/2009
Heft 7/2009
Heft 6/2009
Heft 5/2009
Heft 4/2009
Heft 3/2009
Heft 1-2/2009
Heft 11-12/2008
Heft 10/2008
Heft 9/2008
Heft 8/2008
Heft 7/2008
Heft 6/2008
Heft 5/2008
Heft 4/2008
Heft 3/2008
Heft 1-2/2008
Heft 11-12/2007
Heft 10/2007
Heft 9/2007
Heft 8/2007
Heft 7/2007
Heft 6/2007
Heft 5/2007
Heft 4/2007
Heft 3/2007
Heft 1-2/2007
Heft 11-12/2006
Heft 10/2006
Heft 9/2006
Heft 8/2006
Heft 7/2006
Heft 6/2006
Heft 5/2006
Heft 4/2006
Heft 3/2006
Heft 1-2/2006
Heft 11-12/2005
Heft 10/2005
Heft 9/2005
Heft 8/2005
Heft 7/2005
Heft 6/2005
Heft 5/2005
Heft 4/2005
Heft 3/2005
Heft 1-2/2005
Heft 11-12/2004
Heft 10/2004
Heft 9/2004
Heft 8/2004
Heft 7/2004
Heft 6/2004
Heft 5/2004
Heft 4/2004
Heft 3/2004
Heft 1-2/2004
Heft 11-12/2003
Heft 10/2003
Heft 9/2003
Heft 8/2003
Heft 7/2003
Heft 6/2003
Heft 5/2003
Heft 4/2003
Heft 3/2003
Heft 11-12/2002
Heft 10/2002
Heft 9/2002
Heft 8/2002
Heft 7/2002
Heft 6/2002
Heft 5/2002
Heft 4/2002
Heft 3/2002
Heft 1-2/2002
Jahresübersicht 2001
Jahresübersicht 2000


GLEITSCHIRM-Spezial : Fliegen...Lernen
- Fliegen...Lernen !
Facetten der Fliegerausbildung : vom Beginner zum Crack
- Alles nur zum Schein
Alle Scheine - von der Schulungsbestätigung zur Streckenflugerlaubnis
- Zurück für die Zukunft
Wenn Piloten für den Tandemschein wieder die Schulbank drücken müssen
- Fit für's Fliegen
Übung macht den Meister : wir zeigen Ihnen die besten Wege zum guten Piloten
- Der Kobra-Start
Eine brandneue Technik für den Starkwind-Start : der Schirm steigt wie eine beschwörte Schlange.
- Absaufen und Außenlanden
Der Europameister und Weltcup-Sieger Kari Eisenhut verrät wertvolle Tips für die unangenehmste Phase eines Streckenfluges

- Im Test : Swing Astral 3
- Arabia Felix
Eine phantastische Reise durch den Yemen : Gleitschirmfliegen im Reich der Königin Saba und im Land von 1001 Nacht.
- Paragliding Oahu
Himmlische Highlights auf Hawai : eine farbenfrohe Gleitschirmreise ins Pazifik-Paradies der Surfer und Kiter.
- Fliegen mit dem Motorschirm Teil 6
Trikes und Doppelsitzer. Vom Fußstart im Tandem zum Pistenstart auf Rädern bietet der Paramotor interessante Varianten des leichtesten Motorfluges.
- Fliegendes Fahrrad von Fresh Breeze
Ein Fluggefährt wie aus Kinderträumen : mit dem Flyke kann man nicht nur radfahren, sondern auch fliegen. Und das sogar sehr gut !
- Erscheinungstag : 12.12.2002

Kommentar zu diesem Thema schreiben

 

Insgesamt liegen 1 Kommentare zu diesem Thema vor.

Alles nur zum Schein
7 Februar 2003, von Kepplinger Walter  

In der Jännerausgabe 2003 des „Gleitschirm" ist ab Seite 28 ein Artikel von Jutta Simone Thiel zu lesen, der sich mit den unterschiedlichen Regeln zum Scheinerwerb für Paragleiter im deutschsprachigen Raum auseinandersetzt. Der Artikel trägt den Titel „Alles nur zum Schein" und führt aus, dass in Deutschland und der Schweiz vergleichbare Solo-Scheine wie unser österreichischer „Sopi" unbegrenzt gültig sind und es keines Überprüfungsfluges bedarf.

Der "Gleitschirm" ist hier aber nicht am neuesten Stand, weil seit Dezember 2002 unter dem viel sagenden Titel "Harmonisierung" auch in Deutschland ein Überprüfungsflug eingeführt werden wird. Siehe dazu unter DHV (Punkt 10. Flugpraxis). Also war nur bis jetzt in Deutschland kein Überprüfungsflug erforderlich. Eigentlich müssten die deutsche und schweizerische Unfallstatistik demnach wesentlich schlechter als die österreichische aussehen. Das ist aber nicht der Fall.

In Österreich ist es durch die "gemeinnützige" Tätigkeit des Herrn Himberger als Flugschulbetreiber, Händler, Versicherungsagent und Sektionsleiter in einer Person schon vor Jahren gelungen, diesen wiederkehrenden Überprüfungsflug (im Rahmen einer Flugschule) verpflichtend einzuführen – so steht es ausdrücklich im österreichischen HG/PG – Erlass. Dass dieser Überprüfungsflug von der überwiegenden Mehrheit der Piloten nie gemacht worden ist, dürfte sich inzwischen ja herumgesprochen haben. Auf Grund der „konsumentenfreundlichen Einstellung" vieler Flugschulen hat es genügt, wenn man dort den Piloten kennt. Oft hat es genügt, wenn sich der betreffende „Verlängerungswillige" einen Schirm (oder sonst was) im Flugschulshop gekauft hat. Es ist seit Jahren in österreichischen Fliegerkreisen ein offenes Geheimnis, dass dieser Überprüfungsflug nur am Papier steht und dass er von der überwiegenden Mehrzahl der Schulen eben nicht verlangt worden ist. Dass er damit über all die Jahre der "Sicherheit" nicht dienlich sein konnte, liegt wohl auf der Hand.

Anstatt aber gegen diese in Österreich einmalige Regel aufzutreten, haben die meisten Flugschulen und Händler diese Regel einfach nicht normkonform vollzogen, weshalb sie zu einem reinen Cash- und Bindungsinstrument verkommen ist. Man darf gespannt sein, wie der DHV und die Kollegen in Deutschland diese dort voraussichtlich ab Mai gültige Regel vollziehen werden oder ob auch dort Auslegungskünstler wie unser Generalsekretär Schlager am Werk sein werden. Vielleicht macht man das, so wie in Österreich in den vergangenen Jahren ohnehin "Alles nur zum Schein" und nur um die Flieger in ein Flugschulshop zu treiben.

Jetzt wird man auch in Deutschland die Geister, die man da gerufen hat, nicht mehr los und ich bin neugierig, ob man auch dort versucht, mit völlig unhaltbaren Auslegungskunststücken ein ungesetzliches (eigentlich „erlasswidrige") Handeln als normkonform darzustellen. Oder wird man wirklich einen Überprüfungsflug in einer Flugschule abnehmen. Wenn man das auch wirklich macht, wäre das mit einem enormen Aufwand an Zeit und Geld für die Flugschule und den Piloten verbunden, was den Sport natürlich noch teurer machen würde als er ohnehin schon ist. Aus dem genannten Artikel im „Gleitschirm" geht eindeutig hervor (so wie es auch im HG/PG - Erlass steht), dass der Überprüfungsflug in einer Flugschule durchzuführen ist. Da der Überprüfungsflug aber in Österreich über viele Jahre eben nicht abgenommen worden ist, ist bewiesen, dass er - so wie bisher in Deutschland und der Schweiz eben auch - eigentlich nicht erforderlich ist.

Kostet es in Österreich mittlerweile ohnehin bereits durchschnittlich 1.650,-- Euro (das sind 22.145,-- alte Schillinge ! !) bis man den begehrten Schein inklusive „Überlandberechtigung" in der Tasche hat ! Diese Kosten ergeben sich aus der Summe für die einzelnen Berechtigungen. Siehe dazu Aufstellung im genannten Artikel des Gleitschirmmagazin.

Unser Sport wird dadurch für immer weniger Leute erschwinglich und die Nachwuchsprobleme sind nicht nur Vereinsobmännern, sondern auch vielen Flugschulen, hinreichend bekannt. Man hat es bald geschafft, dass Para- und Hängegleiten nicht nur den (eigentlich falschen) Ruf hat besonders gefährlich zu sein, sondern auch wirklich „sauteuer" ist.

Wenn bei Flugschulen und Vereinen immer wieder gejammert wird, der große Boom wäre vorbei, dann soll man sich in Flugschulkreisen einmal fragen, ob das nicht auch an den hohen Einstiegskosten und komplizierten Scheinerhaltungsregeln liegen könnte.

Viele Flugschulbetreiber haben schon erkannt, dass zu viele Regeln der Fliegerei - und damit auch ihrem Geschäft - letztendlich mehr schaden als nützen.

Momentan ist der Österreichische Aeroclub dabei, die Beibehaltung der erwiesen sinnlosen Überprüfungsflüge mit allen nur denkbaren (aber unlogischen) Argumenten zu halten.

Ob man der Fliegerei, den Flugschulen und den Sporttreibenden damit wirklich einen guten Dienst erweist und den Flugsport fördert ist ernsthaft zu bezweifeln.

Kepplinger

[Auf diesen Beitrag antworten]

^^^ nach oben ^^^

 

(c) THERMIK-VERLAG, Stelzhamerstr. 18, A-4600 Wels
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags
Herausgeber: Mag. Norbert Aprissnig
Webmaster und Online-Redaktion: Sascha Burkhardt
Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Inhalten externer Links.
GLEITSCHIRM ONLINE empfiehlt den schnellen und sicheren Browser von www.opera.com