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Samstag 12 März 2005

Rauf, Runter, Rauf ... Runter !
Lufttüchtigkeitsanweisung : Parafly Alukarabiner erneut gegroundet
Gleichzeitige Sicherheitsmitteilung zu Stahlkarabinern (modifiziert 12.03)

   
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Die Karabiner-Saga geht weiter : Als Vorsichtsmaßnahme hat der DHV gestern erneut alle Aluminiumkarabiner Parafly Automatic vom Himmel geholt. Außerdem hat der DHV einen Tag später eine Sicherheitsmitteilung der Firma Finsterwalder veröffentlicht, die auch vor Stahlkarabinern mit zu großem Schnapperspiel warnt.

Das Thema hat GLEITSCHIRM schon mehrfach behandelt.

Vor fast genau zwei Jahren haben wir einen Beitrag ins Netz gestellt, der nach den Brüchen eloxierter Alukarabiner und deren Flugverbot die Karabinerproblematik detailliert erläuterte ,

ein paar Wochen später wurden alle Alukarabiner der Firma gegroundet ,

wenige Tage später wurden sie wieder freigeben.

Das erneute Flugverbot hängt mit dem Verstreichen einer vom DHV gesetzten Frist ab, dazu hier die Sicherheitsmitteilung vom 10.03.05 im Wortlaut :

"Nach mehreren Brüchen während des Betriebes bei Aluminium Gurtzeugkarabinern Parafly Automatic der Firma AustriAlpin in den Jahren 2003 und 2004 wurde der Hersteller mehrfach aufgefordert die Dauerschwingfestigkeit dieser Karabiner nachzuweisen zuletzt mit einer Terminsetzung bis 1. März 2005. Diese Nachweise wurden bis heute nicht erbracht. Gleichzeitig haben Untersuchungen im Auftrag des DHV an Aluminium Gurtzeugkarabinern Parafly Automatic der Firma AustriAlpin niedrige Werte hinsichtlich der Dauerschwingfestigkeit ergeben. Die Flugsicherheit ist erheblich beinträchtigt. Vorsorglich trifft der DHV deshalb folgende Maßnahme : Alle Aluminium Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin, dürfen nicht mehr benutzt werden. Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft.

Gmund, den 09.03.05

Klaus Tänzler

Geschäftsführer"

Für den Piloten besonders irritierend ist die Sicherheitsmitteilung der Firma Finsterwalder, die der DHV am Tag darauf noch "nachgeschoben" hat. Die Firma warnt vor dem Gebrauch von Karabinern sowohl aus Alu als auch aus Stahl, wenn das Schnapperspiel zu groß ist.

In einem Communiqué auf ihrer Homepage schreibt die Firma Finsterwalder sogar, daß die

"AustriAlpin Parafly Alu Karabiner neuerer Chargen einen niedrigeren Kraftschlusspunkt haben als AustriAlpin Powerfly Stahlkarabiner und deswegen meist dauerfest sind. Der Grund dafür ist die dreifach geringere Steifigkeit von Aluminium im Verleich zu Stahl. Ausgerechnet der AustiAlpin Parafly Alu, also der Karabiner, der wegen der vielen Dauerschwingbrüche aufgefallen ist, ist der derzeit einzige uns bekannte konventionelle Gleitschirmkarabiner, den wir (sofern auf Kraftschluss geprüft) uneingeschränkt empfehlen können. (...) Allerdings hat der DHV die Parafly am 09.03.2005 pauschal gegroundet weil er der Ansicht ist, dass die Piloten nicht in der Lage sind den Kraftschlusspunkt zu ermitteln. Der DHV empfiehlt jetzt nicht mehr die Verwendung von Stahlkarabinern, da er inzwischen erkannt hat, dass die Karabinerbrüche nichts mit der Werkstoffart zu tun haben, sondern auf den mangelnden Kraftschluss im Bereich des Schnapperspiels zurückzuführen sind. Kraftschlüssigkeit vorausgesetzt kann man von Karabinern, gleich ob aus Aluminium oder aus Stahl, auf Grund ihrer mehr als 20-fachen statischen Sicherheit gegenüber Bruch - auch bei unsanfter Behandlung - mindestens eine Lebensdauer von 6 bis 10 Jahren erwarten. "

Jetzt ist die Verwirrung bei den Piloten ganz komplett ! (SB)


Die zweite Sicherheitsmitteilung im Wortlaut :

"Sicherheitsmitteilung Gurtzeug für Gleitsegel, Gurtzeug für Hängegleiter, Karabiner Finsterwalder GmbH

Untersuchungen des DHV und der Finsterwalder GmbH haben ergeben, dass viele Drachen- und Gleitschirmkarabiner unterhalb des Kraftschlusspunktes ihres Verschlusses nicht dauerfest sind. Es können sowohl Aluminium- als auch Stahlkarabiner betroffen sein.

Gurtzeugkarabiner mit konventionellem Schnappverschluss weisen unterhalb und oberhalb des Kraftschlusspunktes ihres Verschlusses unterschiedliche Dauerfestigkeiten auf. Der Kraftschlusspunkt wurde bisher von den Karabinerherstellern nicht überprüft und unterliegt einer unbekannten Toleranzbreite.

Gefährdet sind vor allem die Karabiner, bei denen der Kraftschluss im Verschlussschnapper bei einer Belastung (Fk) eintritt, die größer ist als die um 20% verminderte Dauerfestigkeit (Fou) des Karabiners, welche mit offenem Schnapper in der für die Dauerfestigkeit ungünstigsten Gurtanordnung ermittelt wurde. Bei diesen Karabinern können Zugwechselspannungen an der Innenseite des Karabiners auftreten, die größer als die Ermüdungsfestigkeit des Werkstoffes sind. Die Verminderung um 20% ergibt sich hierbei aus einem Sicherheitsbeiwert von 1,2 mit dem die Dauerfestigkeit mindestens versehen werden muss, damit Material- und Fertigungsschwankungen berücksichtigt werden. Ein Ermüdungsbruch kündigt sich nicht durch große Verformungen an und ist deshalb nicht erkennbar.

Ein Karabinerverschluss ist "kraftschlüssig" wenn kein Spiel im Verschluss vorhanden ist. Karabiner mit Schnappverschluss weisen ein "Schnapperspiel" von 0,2 bis 2,5 mm auf. Erst wenn dieses durch Verformung infolge einer Belastung (Fk) aufgezehrt ist, tritt "Kraftschluss" ein.

Der Kraftschlusspunkt Fk kann vom Piloten ungefähr ermittelt werden indem er überprüft, bis zu welcher Last sich der Verschluss seines Karabiners noch leicht öffnen lässt.

Der DHV hat die Karabinerhersteller aufgefordert bis 1.März 2005 genaue Werte der Dauerfestigkeit Fou zu ermitteln und bekannt zu geben. Dieser Termin wurde nunmehr auf Mitte April 2005 verlängert.

Gefährdete Karabiner nach obiger Definition dürfen dann nicht mehr verwendet werden.

Die Finsterwalder GmbH trifft daher vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme :

Es wird empfohlen, nur noch Karabiner zu verwenden, deren Dauerfestigkeit nachgewiesen ist. Diese Sicherheitsmitteilung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft.

München, Februar 2005

Dipl. Ing. Thomas Finsterwalder Geschäftsführer Finsterwalder GmbH

Finsterwalder GmbH, Pagodenburgstr.8, 81247 München, Tel. ++49 (0)89 811 65 28, Web www.finsterwalder-charly "

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(c) THERMIK-VERLAG, Stelzhamerstr. 18, A-4600 Wels
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Herausgeber: Mag. Norbert Aprissnig
Webmaster und Online-Redaktion: Sascha Burkhardt
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