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Freitag 3 März 2006

Gong, nächste Runde
DHV versus CEN
Stellungnahmen vom DHV und von Alain Zoller

   
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Der "Gütesiegelkrieg" zwischen der CEN-Norm und der DHV-Norm eskaliert noch etwas mehr. Nachdem Alain Zoller von der Schweizerischen Prüfstelle Air Turquoise angekündigt hatte, er wolle künftig auch nach der CEN-Norm testen, hat der DHV die Zusammenarbeit mit dem Westschweizer eingestellt.

Bisher konnten Teile der DHV-Gütesiegeltests auch bei Alain Zoller durchgeführt werden, dies wird also wohl zukünftig nicht mehr möglich sein. Die Mitteilung des DHV im Wortlaut sowie die Antwort von Alain Zoller können Sie untenstehend lesen :

"DHV-Stellungnahme zur CEN-Norm für Gleitschirmflugtests

Der DHV hatte sich an der Erarbeitung der CEN-Norm für Gleitschirmflugtests unter der Voraussetzung beteiligt, dass auch ein Kontrollsystem geschaffen wird, welches die korrekte Anwendung der Norm sicherstellt. Bei der Jahrestagung der EHPU (European Hang Gliding and Paragliding Union) im Februar 2006 fand jedoch der britische Vorschlag für ein EHPU-Kontrollsystem nicht genügend Unterstützung. Der französische Verband vertrat die Auffassung, das freie Spiel der Kräfte im Markt entwickele ausreichende Kontrollfunktion. Deshalb sei es kein Problem, dass jeder Hersteller die Erfüllung der Norm selbst attestieren könne, oder wenn sich konkurrierende Prüfstellen in der Prüfqualität gegenseitig unterbieten.

Der DHV teilt diese Auffassung nicht. Die Hoffnung : "der Markt wird es schon richten" ist in einer solch wichtigen Frage der Flugsicherheit unangebracht. Die Rechtslage in Deutschland verlangt auch künftig, dass nur Gleitschirme zum Einsatz kommen, die von einer LBA-anerkannten und überwachten Prüfstelle entsprechend der LBA-Lufttüchtigkeitsforderungen geprüft sind. (LBA=Luftfahrtbundesamt).

Das DHV-Gütesiegel hat Vertrauen geschaffen. Und es hat seine Fähigkeit bewiesen, mit der dynamischen technische Entwicklung Schritt zu halten. Es hat einen wichtigen Anteil am hohen Sicherheitsstandard und der positiven Entwicklung des Flugsports. Der DHV wird seinen Service für die Piloten aufrechterhalten, die Gütesiegelarbeit fortsetzen und er will sich von der unkontrollierten CEN-Welt fern halten. Denn es ist absehbar, dass es unzutreffende Werbeaussagen in Verbindung mit CEN geben wird.

Ob CEN drin ist, wo CEN drauf steht, wird von niemandem überwacht. Und die Experten wissen es : eine Video-Dokumentation von Testflügen reicht als Beleg nicht aus, weder dafür dass der Gleitschirm die Norm erfüllt hat, noch dass er den Anforderungen einer bestimmten Klassifikation genügt. Denn der Testpilot kann das Testresultat beeinflussen, ohne dass dies im Video erkennbar ist. Deshalb kommt es auf die Neutralität des Testpiloten an.

Bei den DHV-Prüfungen fliegen zwei, bei Bedarf auch drei, neutrale Testpiloten unabhängig von einander den Gleitschirm, um das Prüfergebnis zu ermitteln. Dass Gütesiegel drin ist, wenn Gütesiegel draufsteht, überwacht der DHV, in dem er Produkte vom Markt kauft und untersucht.

Das DHV-Gütesiegel ist weltweit anerkannt und es gibt in keinem Land rechtliche Vorschriften, welche statt dem Gütesiegel die Einhaltung der CEN-Norm fordern.

Der französische Verband beabsichtigt lediglich folgende verbandsinterne Einschränkung einzuführen : Nach einer Übergangszeit von 2 Jahren sollen die Flugschulen, welche die Bezeichnung FFVL-anerkannte Flugschule führen wollen, als eine der Voraussetzungen hierfür nur mehr CEN-getestete Schirme in der Schulung verwenden.

Der DHV hat seine Zusammenarbeit mit Alain Zoller beendet, dessen Firma Air Turquoise wird künftig CEN-Tests anbieten und zugleich als Händler von Gleitschirmen auftreten. Auch der SHV hat seine Zusammenarbeit mit Air Turquoise beendet.

Benedikt Liebermeister

DHV Public Relations"

Alain Zoller hat GLEITSCHIRM daraufhin eine Stellungnahme auf französisch übermittelt, die wir hier grob übersetzen :

"Das Testlabor Air Turquoise bedauert die Haltung und die Entscheidung des DHV, die Zusammenarbeit einzustellen und die von der Schweiz durchgeführte Arbeit nicht mehr anzuerkennen.

In der Tat : seit 1997 arbeiten wir mit dem DHV zusammen. Um der abschließenden Fertigstellung der neuen Norm EN 926-2 :2005 zu folgen, deren Standards von allen Europäischen Freiflugverbänden anerkannt wurden (auch vom DHV), hielten wir es für wichtig, daß ein Testlabor mit der Arbeit beginnt, um den Herstellern eine einzige und alleinige Testnorm zu bieten.

Da (wir) der Erpressung durch den DHV nicht nachgegeben haben, hat dieser seine Drohungen wahrgemacht und die Zusammenarbeit mit der Schweiz beendet.

Air Turquoise wird das Programm zur Einführung der CEN-Norm, die ab 1.April dieses Jahres anwendbar sein wird, fortführen. Die AFNOR-Norm wird bis zum Ende des Jahres 2006 angeboten.

Die Entscheidung liegt jetzt bei den Herstellern : wollen wir die dem Monopol des grossen Schatzmeisters des Freiflugs die Tür auflassen, oder aber werden wir uns in einem freien Markt bewegen, von dem normalerweise alle Hersteller profitieren dürften.

Air Turquoise dachte eigentlich nicht, gegen den DHV zu arbeiten, sondern im Sinne des Wohles des Freiflugs und im Sinne der seit acht Jahren dauernden und kostspieligen Arbeiten der Union der europäischen Freiflugverbände EHPU.

Auskünfte : info@airturquoise.ch Tel +41 79 202 52 30

" --------------------------------------------

English translation of "The DHV position to the CEN-Norm for Paraglider tests" :

The DHV has been a co-developer of the CEN-Norm for paraglider testing under the condition that an appropriate control system be included to ensure the correct use of the Norm. At the annual general meeting of the EHPU (European Hang Gliding and Paragliding Union) in February 2006 the British-proposed EHPU based control system did not receive majority support. The French Association is of the opinion that free-market-forces are sufficient to regulate the success of- and control the CEN-Norm tests and the points that every manufacturer can self-issue airworthiness certificates for its products, or that competing tests centers may have differing qualities of testing, do therefore not pose problems.

The DHV does not share this opinion. In such an important area as sport aviation safety, the hopeful desire that market forces will regulate everything, is inappropriate. The legal situation in Germany remains unchanged : as in the past, new paragliders will require an airworthiness certification which is recognised by the Civil Aviation Authorities (LBA) or has been performed by a Civil Aviation Authorities recognised testing center, before they may be legally flown.

The DHV Airworthiness Certification "Gütesiegel" is a trusted foundation in paraglider testing. It has also been clearly demonstrated that it is capable of keeping up to date with the dynamic technical developments inherant in the sport. The DHV airworthiness certification plays a very important role in the general safety standards and the positive development of our sport. The DHV will maintain this testing service for all pilots worldwide, continue with the development of controlled certification standards, and distance itself from the unregulated CEN-Norm. It is probable that inaccurate marketing propoganda will arise with the introduction of the CEN-Norm.

One of the key questions which must be answered is, has a paraglider really been CEN tested when it has a CEN sticker on it ? There is no external independant body which can guarantee this. Experts are agreed, that video documentation of test flights can not ensure that a paraglider is correctly classified or that it has fulfilled the requirements in the CEN-Norm. The test pilots actions may influence the behaviour of a paraglider without this being noticeable on a video, and therefore it is of the utmost importance that test pilots are completely neutral in their judgements.

At the DHV, a minimum of two, or on requirement, three neutral test pilots independantly test a paraglider in order to classify it. That a paraglider really has been DHV tested when a DHV sticker is on it, is checked through the anonymous purchase and re-testing of market products.

The DHV airworthiness certification is recognised and accepted worldwide, and there is no country which legally requires a paraglider to have been CEN-Norm tested as an alternative to the DHV certification. The French Association (FFVL) are however intending to impose the following internal restrictions for members of its association : after a 2-year introductory period, flying schools in France which wish to be recognised by their central association should only use CEN-Norm tested paragliders.

The DHV has ended its testing partnership with Alain Zoller. His company Air Turquoise will offer CEN-testing in the future and also function as a dealer for paragliders. The Swiss Association (SHV) has also terminated its partnership with Alain Zoller.

Benedikt Liebermeister DHV Public Relations

" La réponse en français d'Alain Zoller : "Le laboratoire de tests Air Turquoise déplore l'attitude et la décision du DHV de ne plus collaborer et de ne plus reconnaître les travaux effectués par la Suisse. En effet, en collaboration depuis 1997 avec le DHV et pour faire suite à la finalisation de la nouvelle norme EN 926-2 :2005 auxquelles toutes les Fédérations Européennes de Vol Libre on agrée ces standards (DHV compris), ils nous paraissait important qu'un laboratoire de tests commence les travaux afin d'offrir aux constructeurs une seule et unique norme de tests. Ne cédant pas au chantage du DHV, ils ont mis à exécutions leurs menaces de ne plus collaborer avec la Suisse. Dès lors, Air Turquoise continuera le programme de mise en place de la norme CEN qui sera applicable dès le 1er avril de cette année. L'AFNOR est toujours au programme jusqu'à la fin de l'année 2006. Aux constructeurs et au marché de décider si nous laissons la porte ouverte au monopole du grand argentier du Vol Libre ou alors si nous pourrons évoluer dans un marché ouvert et normalement promis à des reconnaissances profitable pour tout les constructeurs. Air Turquoise, ne pensait pas travailler contre le DHV, loin de là son idée, mais bien dans le sens du bienfait pour le Vol Libre et dans le sens de 8 ans de travaux onéreux et voulu par l'EHPU" Informations : info@airturquoise.ch tel +41 79 202 52 30"

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Insgesamt liegen 2 Kommentare zu diesem Thema vor.

> DHV versus CEN
2 Mai 2006, von Hauke Plambeck  

"Laisse voler" vs. Deutsche Bürokratie

Bei der nun heißlaufenden Debatte um die CEN und DHV Norm wird der ursprüngliche Gedanke einer Harmonisierung der verschiedenen Gütesiegel auf europäischer Ebene regelrecht vernachlässigt. Die momentane Situation erscheint vielmehr wie ein wild entfachter Nachbarschaftskrieg, an dessen Ende, sofern es eines geben wird, keine Verbesserung der beteiligten Interessengruppen steht.

Dies wirft aus meiner Sicht die Frage auf, ob der deutsche Pilot (aus Sicht des DHV) so unmündig ist, über sein eigenes Wohl selbst zu bestimmen, daß es keine andere Wahl für den DHV zuläßt, als sich mit aller Gewalt in dieser beschützerischen Mutterrolle zu verbeißen. Es gibt mehr als einen Weg der zum Ziel führt. Daß ist uns „freien“ Fliegern wohl bewußt. Einen Schritt zurück zu machen, um dann wieder nach vorne zu schauen, sich zu orientieren und weiter zu gehen ist ein Zeichen wahrer stärke, wie ein „nein“ zum Fliegen an einem zweifelhaften Flugtag.

Sofern die Piloten nicht erwachsen werden um ihre Entscheidungen aus sich selbst heraus zu treffen, kann kein Gütesiegel der Welt dafür sorgen, daß dieser Sport an Sicherheit gewinnt. Sicherheit ist relativ und zu 100% vom Piloten abhängig.

Die Angst, daß durch die CEN-Norm fliegende Plastiktüten, mit Omas Wolle beleint, bei uns Einzug halten, ist nicht angebracht. Märkte regeln sich durch den Wettbewerb der Anbieter selbst. Wodurch diese aus sich heraus den Anreiz haben, freiwillig zu signalisieren, daß sie Qualität und Sicherheit liefern. Ansonsten würden sie ihre Kunden riskieren und wohl auch auf Dauer verlieren. Denn grade in so einer kleinen Gemeinde wie der unseren spricht sich schnell herum, wenn etwas faul ist. Auch dank GLEITSCHIRM.

Abschließend will ich noch eine kleine Geschichte zu meinem ersten eigenen Schirm erzählen, die perfekt zum Thema paßt. In meiner Schweizer Flugschule habe ich wundervolle Flüge unter einem RELAX von ProDesign gemacht, weswegen ich mich auch zum Kauf desselben Modells entschieden habe. Das Glück war zu Beginn groß, wurde aber schon nach dem ersten Flug gedämpft. Irgend etwas war anders, als ich es mit Schulschirm gewohnt war. Dies änderte sich mit der Zahl der Flüge nicht. Der Schirm war nicht so spritzig wie gehabt und zudem war das Graben in den Kurven enorm im Vergleich zu dem RELAX, den ich in der Schule gehabt hatte. Des Rätsels Lösung brauchte eine gewisse Zeit, den Rat von Alain Zoller, und hieß „DHV-Gütesiegel“, wohingegen der Schulschirm nach AFNOR getestet und beleint war. Darauf hin traf ich die Entscheidung, daß mir AFNOR mehr Spaß am Fliegen bringt als DHV. Zumindest in den unteren Schirmklassen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen mehr Freiheit, weniger Bürokratie und schöne Flüge,

[Auf diesen Beitrag antworten]

> DHV versus CEN
3 April 2006, von FreeFlieger  

Immer dasselbe, das Theater zwischen den Verbänden geht doch nur zu Last der Verbraucher, also der Piloten. Wann gibt es endlich eine europäische Einigung ?

[Auf diesen Beitrag antworten]

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(c) THERMIK-VERLAG, Stelzhamerstr. 18, A-4600 Wels
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags
Herausgeber: Mag. Norbert Aprissnig
Webmaster und Online-Redaktion: Sascha Burkhardt
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