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Mittwoch 4 Juni 2008

Protektoren-Polemik
Neue Protektoren-Erkenntnisse beim DHV
Stellungnahme des DHV

   
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Der technische Experte Hans Peter Zepf hat als Folge der bereits mehrfach beschriebenen "Protektor-Polemik" die DHV-Anlage genau überprüft. Der DHV veröffentlichte nun erste Zwischenergebnisse in einer Stellungnahme, die wir gerne hier im Wortlaut wiedergeben.

Mitteilung des DHV vom 4.6.2008 :

"DHV-Protektorentest ist korrekt

Die Prüfstelle des DHV und die der EAPR hatten bei Protektortests unterschiedliche Ergebnisse erzielt. In den vom LBA herausgegebenen Lufttüchtigkeitsanweisungen sind nur Eckwerte vorgeschrieben. Solange der DHV die einzig anerkannte Prüfstelle war, konnten die Einzelheiten in der Verfahrensanweisung der einzigen Prüfstelle geregelt sein. Nun aber ist es möglich, dass unterschiedliche Prüfstellen unterschiedliche Verfahren festlegen, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Wenn die zahlreichen Einflussfaktoren verschiedener Messanlagen für Protektortests nicht miteinander abgeglichen sind, kommen zwangsläufig unterschiedliche Ergebnisse zustande. Deshalb wurde am Runden Tisch (DHV, PMA und Prüfstellen) vom 10.4.2008 vereinbart, dass Hans-Peter Zepf beide Prüfmaschinen und Abläufe analysiert und mit den Experten der Prüfstellen eine gemeinsame Verfahrensanweisung erarbeitet. Der Diplom-Physiker ist seit 15 Jahren als selbstständiger Ingenieur in der Entwicklung, Prüfung und Zertifizierung im Bereich Sportprotektoren und Schutzausrüstung tätig. Er war vor 15 Jahren DHV-Technikvorstand und lange Jahre Vorsitzender der Interessengemeinschaft Deutscher Akademischer Fliegergruppen. Zudem ist er Mitglied in mehreren europäischen Normengremien für Schutzausrüstung, auch in leitender Funktion.

H.-P. Zepf hat die DHV-Protektormessanlage vor Ort überprüft (gleiches hat ihm die EAPR bislang nicht gestattet.) Für alle Piloten, die mit DHV-geprüften Protektoren fliegen, ist folgendes Zwischenergebnis wichtig : H.-P. Zepf hat die von der EAPR verbreitete Vermutung überprüft, die DHV-Protektorenmessanlage würde im Freifall unzulässig gebremst. Mit montiertem Protektor hat der Diplom Physiker die Fallzeit für eine Fallhöhe von 1500 mm gemessen und kam zu folgendem Ergebnis : „Es wurde bei sehr guter Reproduzierbarkeit Fallzeiten ermittelt, die im Mittel um 0,8% länger, jedoch nie um mehr als 2% länger waren als die theoretische Freifallzeit von 0,5530 Sekunden. Aus dieser Messung kann geschlossen werden, dass die Aufschlaggeschwindigkeit nicht um mehr als 5% von der Geschwindigkeit für den freien Fall abweicht. Nach aller Erfahrung aus Aufschlagprüfungen muss man davon ausgehen, dass diese maximale Abweichung tolerierbar ist und dass wesentlich höhere Anforderungen an die Einhaltung der Fallgeschwindigkeit unrealistisch sind. Prüfnormen für Schutzhelme tolerieren im Allgemeinen eine Abweichung um 5% (z.B. EN 1078 – Radfahrerhelme).“

Zuvor hatte bereits der Physiker Peter Wild vom DHV-Technikreferat zu Unstimmigkeiten bezüglich des DHV-Messschriebs für Protektorentests Stellung genommen. Die Angaben am Digital Oszilloscope waren falsch interpretiert worden, was zu einem Beschriftungsfehler Faktor 2 an der Zeitachse in den Ausdrucken geführt hatte. Die falsche Beschriftung der Zeitachse hatte das Ziel der Messung aber nicht beeinträchtigt und auf die Pilotensicherheit keine negative Auswirkung. Die vom DHV geprüften Protektoren sind korrekt getestet worden. "

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Insgesamt liegen 3 Kommentare zu diesem Thema vor.

Zepfs Ergebnisse falsch
25 Juli 2008, von P.  

Mittlerweile hat der DHV offiziell bestätigt, dass die veröffentlichten Ergebnisse von Zepf bezüglich der Freifallgeschwindigkeit falsch sind. Neue Messungen hätten ergeben, dass deutlich über 20% der Energie in der fehlerhaft arbeitenden Protektoranlage verloren gehen. Weitere Fehlerquellen wurden noch gar nicht untersucht.

Inzwischen hat die PMA (Herstellervereinigung) ein Gutachten der EAPR und der DHV Anlage in Auftrag gegeben, um zur Klärung des Sachverhalts beizutragen. Das Gutachten der EAPR Anlage ist bereits abgeschlossen. Der DHV weigert sich weiterhin, seine Anlage durch einen unabhängigen Experten analysieren zu lassen.

Es ist davon auszugehen, dass die Protektorprüfung jahrelang höchst fehlerhaft durchgeführt wurde und es erscheint wahrscheinlich, dass die Entwicklung der Protektoren damit entscheidend behindert wurde. Schließlich wurden die Protektoren über die Jahre für eine falsch messende Anlage optimiert und nicht für die LTF Vorschriften, welche aus der Unfallforschung abgeleitet wurden. Die Protektoren wurden also nicht für das eigentlich vorgesehene Szenario optimiert, sondern für eine äußerst mangelhafte Testvorrichtung.

In Anbetracht der Sicherheitsrelevanz dieses Thema ist es blamabel, dass der DHV weiterhin jede Aufklärung zu diesem Thema verweigert

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> Neue Protektoren-Erkenntnisse beim DHV
10 Juli 2008, von Micha  

Die Situation spitzt sich weiter zu. Kritische Mitglieder werden mittlerweile ohne Angabe von Gründen lebenslänglich aus dem DHV-Forum ausgesperrt.

Sehr interessant dürfte das Protektor-Symposium werden, welches die EuroAPR am 19.07. in Kempten veranstaltet. Dort dürfen dann auch die vom DHV ausgeschlossenen Piloten wieder spechen.

[Auf diesen Beitrag antworten]

> Neue Protektoren-Erkenntnisse beim DHV
3 Juli 2008, von Micha  

Der vom DHV beauftragte technische Experte Hans Peter Zepf schrieb hierzu folgendes in seiner Zusammenfassung :

Zitat1 : Nach einer sorgfältigen Inspektion des Prüfapparats des DHV ist es klar, dass einige Aspekte des Prüfapparats, die für das Prüfergebnis wesentlich sein können,nicht ausreichend spezifiziert sind.

Herr Zepf sagt hier eindeutig, die Spezifikation der DHV-Prüfeinrichtung ist nicht ausreichend und das könne einen wesentlichen Einfluss auf das Prüfergebnis haben.

Weiter schreibt Herr Zepf :

Zitat2 : Um bei dem DHV Prüfapparat Prüfergebnisse zu erhalten, die vergleichbar mit anderen Prüfsystemen sind, ist es notwenig, dass verschiedene zusätzliche Parameter besser kontrolliert werden.

Die Aussage dieses Satzes ist, dass der DHV-Prüfapparat ohne Verbesserungen keine vergleichbaren Ergebniss liefern kann.

Insgesamt decken sich diese Aussagen des vom DHV beauftragten Spezialisten gut mit den Prognosen einiger Ingenieure, die auf der Basis einer Analyse von Messdaten technische Bedenken angemeldet hatten.

Diese fachlich fundierten Bedenken sollte man nicht leichtfertig als Polemik abtun, sondern im Interesse der Pilotensicherheit sehr ernst nehmen und fachlich korrekt analysieren.

Der DHV wäre gut beraten, einen der mittlerweile vorliegenden Vorschläge zu einer konstruktiven Zusammenarbeit anzunehmen. Bisher hat der DHV auf solche Angebote jedoch nicht reagiert und sie auch nicht kommentiert.

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(c) THERMIK-VERLAG, Stelzhamerstr. 18, A-4600 Wels
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Herausgeber: Mag. Norbert Aprissnig
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